ULM DONAUUFER




UFERRAUM
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Das Donauufer öffnet sich als großzügiger Landschaftsraum vor der Ulmer Altstadt. Der Maßstabssprung zum Stadtkern wird durch Stadtmauer und Durchgangstore verstärkt. Der Uferbereich ist durch Anschüttungen und Uferregulierungen entlang der Stadtmauer entstanden. Die besondere Lage als ‘Landschaftsraum vor der Stadt‘ bildet den ideellen Rahmen für Feste wie die ‚Schwörrede‘ und das ‚Nabada‘. Als räumliches Motiv soll dieser Rahmen für die Neuordnung der Uferbereiche aufgegriffen werden:

  • Um die Großzügigkeit des Uferraums langfristig zu sichern, wird ein Ordnungsgerüst vorgeschlagen, das die wichtigsten Nutzungen zueinander in Beziehung setzt.
  • Die unterschiedlichen Uferabschnitte werden zu einer Sequenz aus Teilräumen weiterentwickelt, die jeweils eigene Qualitäten aufweisen. Ordnungsgerüst und Teilräume ermöglichen zudem eine Entwicklung in Etappen.
  • Der Kontrast zwischen Stadt und Uferraum soll erhalten und betont werden. Dazu wird ein Material- und Farbenkanon vorgeschlagen, der die Atmosphäre des Flussraums aufgreift.

Das Donauufer wird als Bewegungs- und Aufenthaltsraum sehr intensiv genutzt. Darüber hinaus ist das Ufer auch als Grün- und Naturraum zu sichern. Entsprechend wird eine klare Zuordnung von Bewegungs- und Aufenthaltsflächen vorgeschlagen: Das entsprechende Ordnungsgerüst besteht aus einem zentralen Uferweg, offenen Liege- und Spielwiesen sowie kleinteiligen Feldern für Nutzungen wie Spielplätze und Gärten.

Mit dem Ordnungsgerüst wird auch ein visuelles Netz etabliert, das Orientierung und Verortung vereinfacht. Vor den Stadteingängen und den Aussichtspunkten wird der Blick zur Donau stets freigehalten. Die Anordnung von Anlegestellen, Gehölzgruppen etc. berücksichtigt dieses Netz.

Das Donauufer setzt sich aus unterschiedlichen Abschnitten zusammen. Entsprechend passen sich Wegeführung und Flächengliederung an den Kontext des jeweiligen Teilabschnittes an. Die Übergänge zwischen den Abschnitten werden jeweils durch Aussichtspunkte betont. Je nach Lage bieten sie zudem besondere Möglichkeiten, mit dem Wasser in Kontakt zu treten.

AuftraggeberStadt Ulm, Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt
Team
Wettbewerb
Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer, Jacob Fielers, Emeline Gayerie, Hugo Anaximandro Rodriguez Rial, Alice Garlaschelli
Jahr09/2015
Begriffeaktuell, Wettbewerbe, Rahmenplanungen, Uferräume, Parkräume, Grünräume