KÖLN DEUTZ OTTOPLATZ




STADTPLATZ
ENTWICKLUNGSKONZEPT
VORBEREICH MESSE

EINGELADENER
REALISIERUNGSWETTBEWERB

1.PREIS
REALISIERT

Der Ottoplatz wird von Gebäuden flankiert, die sich in ihrer stadträumlichen Wirkung stark voneinander unterscheiden. Während das Köln-Deutzer Bahnhofsgebäude den Platz in seiner Längsausrichtung betont, besitzt das an der östlichen Platzseite geplante Hochhaus eine vertikale Raumwirkung. Vom Bahnhofsgebäude aus wird zudem eine Symmetrieachse über den Platz aufgebaut.

Um die räumliche Wirkung des Platzes zu unterstützen und ihn von der stark befahrenen Opladener Straße abzuschirmen, wird seine Fläche mit einem einheitlichen Belag zusammengefasst und um rund 30 cm angehoben. Die Platzkante wird durch ein breites Bord und eine zweistufige Treppe eingefasst. Zusätzliche Baumsetzungen ergänzen die fehlenden räumlichen Kanten und vermitteln zwischen den unterschiedlichen Gebäudehöhen.

In Querrichtung des Platzes nimmt die Gliederung des Belages die Baufluchten der umgebenden Gebäude auf. In Längsrichtung ist der Belag mit Plattenbändern gegliedert, die Fluchten und Fassadenteilung des Bahnhofsgebäudes aufgreifen. Vorfahrt und Zugangstreppe bleiben erhalten und werden durch ein parallel angeordnetes ‚Stadtsofa‘ ergänzt. Das langgestreckte, prägnante Sitzmöbel betont den zentralen Platzbereich und schafft einen Aufenthaltsort. Vor dem Bahnhofseingang bildet ein Plattenbelag eine besondere Entreé-Situation.

Der Ottoplatz liegt an der Schnittstelle zwischen Köln Deutz und dem Messeareal. Der Messebereich ist gekennzeichnet durch eine sehr große Maschenweite, die eine Vernetzung innerhalb des Stadtgebietes erschwert. Für den neuen Messeplatz wird deshalb ein Freiraumgerüst vorgeschlagen, das aus zwei von Ost nach West verlaufenden Promenaden und dazwischen liegenden Verbindungsstegen besteht. Die Promenaden fassen eine ruderale Wiesen- und Wildstaudenflur ein, die temporär für Ausstellungszwecke genutzt werden kann.

AuszeichnungBDLA Preis Landschaftsarchitektur im Detail
AuftraggeberStadt Köln
Team
Wettbewerb
Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer, Anna Jan, Tim Wildner, Bastian Wahler, Lilith Schaffer
Jahr09/2005
Begriffeaktuell, Wettbewerbe, Realisierungen, Entwicklungskonzept, Stadtplätze