HÜRTH KNAPSACK CHEMERGIE




ÖFFENTLICHE RÄUME
EINGANGSBEREICHE

BEGRENZT-OFFENER
STÄDTEBAULICHER
WETTBEWERB

2. PREIS

Der Industriekomplex Infraserv / RWE liegt auf einer Anhöhe und wirkt als übergeordnetes Merkzeichen. Verstärkt wird diese Wirkung durch die stetige Produktion von ‚Wolken‘ aus Wasserdampf und einer besonderen Beleuchtung bei Nacht. Einerseits reizen die beschriebenen räumlich-atmosphärischen Merkmale zur Erkundung – andererseits entzieht sich die Anlage durch ihre Dimension jedem Versuch einer Näherung. Auch die Produktionsvorgänge sind wenig anschaulich. Interessante Orte liegen unverbunden nebeneinander.

Eingangsbereich Hürth: Der Eingangsbereich zum Werksteil Infraserv Hürth wird durch eine langgestreckte Galerie betont. Der Galeriebau umfasst eine Vorfläche und die bestehenden Stellplätze. Westlich schließt sich der Erkundungsweg um die Werksgrenze an.

Der Galeriebau wird östlich durch die Eingangspforte und westlich durch die Erweiterung der Rhein-Erft-Akademie begrenzt. Er nimmt alle geplanten Nutzungen auf und dient als Schaufenster für den Standort. Als durchlässiger Schirm erlaubt die Galerie Einblicke auf die dahinter liegenden Anlagen. Entlang der Galerie überlagern sich die Wege von Werksangehörigen, Lieferanten, Angehörigen der Akademie sowie Besuchern.

Erkundungsweg / Membran: Die drei Eingangsbereiche Hürth, Knapsack und Goldbergstraße sollen entlang der nördlichen Werksgrenze durch einen Erkundungsweg miteinander verbunden werden. An geeigneten Stellen sind im Wegeverlauf Aufenthaltsbereiche und Beobachtungsstationen eingefügt. Die Stationen sind demontierbar und können bei Veränderungen der Anlage an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

Umfeld Kühlturm / Eingangsbereich RWE Power: Für den Kühlturm wird ein stufenweiser Ausbau vorgeschlagen. In der ersten Stufe führt eine leichte Treppe an der Innenseite des Turms zu einer kleinen Aussichtskanzel. Von hier aus ist ein Überblick über das Gelände möglich. Der Innenraum des Kühlturms eignet sich u.a. für Produkt-Präsentationen und für Open-Air-Veranstaltungen. Falls sich entsprechende Nutzungen etablieren lassen, können zwei zusätzliche Treppentürme eingefügt werden. Die bestehende Kanzel wird zu einem geschlossenen Ring vervollständigt. Aussichtskanzel wie auch der spätere Ausbau zu einem umfassenden Ring markieren den ehemaligen Kühlturm als Landmarke.

Entlang der Goldbergstraße zwischen der Kreuzung Firmenichstraße und der Engelbertstraße wird eine langgestreckte Gartenanlage eingefügt. Neben ihrer Aufgabe als Aufenthaltsort soll sie den Besuchern einen Einblick in die Abläufe der Anlagen ermöglichen.

Team
Wettbewerb
Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer, Rita Leal, Anne Wex, Sumika Aizawa, Alexandra, Blechschmidt, Christina Bös, Anna Martinez Saban, Ann-Kristin Haeger
Jahr02/2009
BegriffeWettbewerbe, Städtebau, Entwicklungskonzept, Grünräume