BERLIN TEMPELHOFER FELD




STADTPARK
ENTWICKLUNGS-
UND
BETEILIGUNGSKONZEPT

OFFENER
ZWEIPHASIGER
WETTBEWERB

PREISGRUPPE
1. PHASE
AUSGEWÄHLT
FÜR VOF-
VERFAHREN

Das ehemalige Flugfeld besitzt einen eigenständigen Charakter, der sich aus landschaftsräumlichen, historischen, atmosphärischen und stadtökologischen Komponenten zusammensetzt. Gleichzeitig fehlen der Fläche jedoch teilräumliche Qualitäten sowie maßstabsvermittelnde Elemente. Vorgeschlagen wird ein Parkkonzept das die Weite und die Eigenarten des Flugfeldes erhält.

Das Konzept unterscheidet dazu die drei Bereiche Wiesenmeer, Parkfassung und Stadtring. Der Stadtring verknüpft die umliegenden Quartiere mit dem ehemaligen Flugfeld. Die Parkfassung vermittelt den Maßstabssprung zur offenen Weite. Gleichzeitig rahmt sie das ehemalige Flugfeld. Neue Nutzungen werden auf den Flächen der Parkfassung oder des Stadtringes untergebracht.

Künftig sollen auf der Fläche Bürger- und Akteurswünsche integriert werden. Gleichzeitig sind die übergeordneten naturräumlichen Qualitäten des Ortes zu sichern. Die Parkfassung setzt sich dazu aus drei unterschiedlichen Abschnitten zusammen, die jeweils den benachbart liegenden Stadttbezirken zugeordnet sind.

Angelehnt an den jeweils unmittelbar angrenzenden Kontext wird jedem Abschnitt ein übergeordetes Thema zugeordnet, das sich aus einem räumlichen Bild, einem dazugehörigen Ordungsgerüst sowie Regeln zusammensetzt.

  • Schillerquartier Neukölln / Urban Piers am Wiesenmeer: Am Schillerquartier verlängern Piers die auf das Flugfeld zuführenden Stadtstraßen in Richtung des Wiesenmeers. Sie bilden Achsen entlang derer sich die Parkstruktur entwickelt.
  • Tempelhof / Urban Coast: Das Tempelhofer Quartier wird, vergleichbar einer Küstenlinie, von dem Verlauf der S-Bahn Linien und dem langgestreckten Bogen entlang des Taxiways geprägt. Angelehnt an diesen Verlauf wird die Parkstruktur parallel geführt.
  • Kreuzberg / Archipel: Die Parkstruktur entwickelt sich inselartig und orientiert sich am charakteristischen Baumbestand. Mit deutlich wahrnehmbarem Abstand zum Taxiway verdichtet sie sich an besonderen Orten und bildet Kristallisationspunkte aus.
AuftraggeberSenatsverwaltung für Stadtentwicklung
Auslobendes BüroGruppe F Landschaftsarchitekten
Team
Wettbewerb
Ulrike Böhm, Cyrus Zahiri, Katja Benfer, Christina Bös, Tim Wildner, Anna Vogels, Rita Leal, David González Ferreño, Maria Teles, Cécile Charpentier, Anna-Kajsa Gustavsson
Jahr06/2010
BegriffeFreiraumkonzepte, Wettbewerbe, Städtebau, Parkräume, Grünräume